Machen Sie doch was Sie wollen, aber wirklich!

Mittwoch morgen – 04:45 Uhr klingelt der Wecker – einmal tief durchgeatmet – da beginnt der alltägliche „Wahnsinn“ einer alleinerziehenden Mutter.

Sind die Kinder mit allen Bedürfnissen, gepacktem Schulranzen und Pausenbrot ausgestattet, geht es mit erhöhter Geschwindigkeit und Tunnelblick auf Arbeit. Dein Chef erwartet Pünktlichkeit!

Dein Chef erwartet auch Zuverlässigkeit, vollste Hingabe und Interesse für Deine Arbeit. Er ist ja schließlich auch der derjenige, der dafür sorgt, dass Du regelmäßig Geld auf Dein Konto bekommst. Denn Du hast Verantwortung!

Aufgaben für Deinen Arbeitstag sind klar definiert und …na sagen wir mal - umfangreich.

Vertieft in Deine Aufgaben, klingelt das Telefon. „Die Schule ist dran!“, ruft eine Kollegin über den Flur und Deine Kollegen wissen genau, was das für sie bedeutet. Und genauso gucken sie Dich auch an.

Aus der Arbeit rausgerissen, strukturierst Du gedanklich schnell alles um und erklärst Deinem Chef, dass Du jetzt los musst, weil Dein Kind krank ist. Mit schlechtem Gewissen gegenüber Deinem Chef und Deinen Kollegen, machst Du Dich nun schnell auf den Weg zur Schule. Denn die Lehrerin erwartet Dich schon seit einer dreiviertel Stunde und empfängt Dich mit einem Blick, aus dem Augenwinkel, auf die Wanduhr im Klassenraum, einem schmalen Lächeln und den Worten. „Hallo… schön, dass sie es so schnell geschafft haben, her zu kommen. (Ironie oder ernstgemeinte Kritik???) Ihre Tochter hat Bauchschmerzen, Sie sollten mit ihr zum Arzt gehen.“

Klar ist heute Mittwoch und der Kinderarzt hat keine Sprechstunde mehr. Pflichtanruf auf Arbeit und wieder mit schlechtem Gewissen, kann ich nur sagen, keine Ahnung, ob ich morgen wieder kommen kann.

Genau solche Tage wurden dann mit dem einem oder anderem „i“-Tüpfelchen gekrönt und so richtig rund.

Aber worauf ich eigentlich hinaus will ist, dass mir damals genau diese ungeplante Freizeit Raum für Gedanken und meine Gefühle gab. Gefühle, die mich unbewusst im Alltag begleitet haben. Grob zusammengefasst äußerten sie sich in Unzufriedenheit.

Dieser eine besagte Tag ist heute fast auf den Tag genau, 2 Jahre her.

Vor drei Jahren lernte ich meinen Mann kennen und er pendelte fast täglich 180km, um bei uns zu sein. Er war seit 13 Jahren selbstständiger Unternehmer in der Personalvermittlung in Cottbus. Ich wohnte auf einem Dorf in der Nähe von Frankfurt (Oder). Geplant war, dass mein Mann zu uns aufs Dorf nach Biegen zieht. Das erschien uns das Einfachste, für die Kinder gäbe es keine großen Veränderungen und natürlich auch nicht für mich.

Umso näher der Tag kam und mein Mann langsam anfing alles für den Umzug  in die Wege zu leiten, umso intensiver kamen diese (Bauch)Gefühle in mir hoch. Natürlich freute ich mich, denn ich hatte meinen Mann fürs Leben gefunden. Doch was ändert sich für mich? Meine Arbeit bleibt die Gleiche, mein Alltag bleibt der Gleiche, mein Umfeld bleibt das Gleiche. Ich war unzufrieden, obwohl ich glücklich sein sollte. Ich war einfach innerlich unruhig. Ich wollte mehr aus meinem Leben rausholen, ich hatte das Bedürfnis mich aus dem Alltagskerker zu befreien.

Mein Mann ist ein sehr positiver Mensch und für ihn gibt es keine Probleme, sondern nur Lösungen. Lange Abende, lange Gespräche über das Erlebte und das eine oder andere Glas Rotwein oder was es noch so zu finden gab in unserem Partykeller, neben dem Pferdestall.

Mir wurde in den Gesprächen klar, dass ich aus meinem Hamsterrad, wo sich meine ganze Vergangenheit mit aufhielt, raus will!

Nachdem ich wieder einen dieser beschriebenen rasanten Tage hinter mir hatte, traf ich in der „ungeplanten Freizeit“, eine Entscheidung. Ich rief meinen Mann an, um ihm meine Entscheidung mit zu teilen.

„Andi, Du brauchst Deinen Koffer nicht packen, denn ich werde meinen Koffer und den meiner Kinder, packen.“

Manche mögen sagen und haben mit großer Wahrscheinlichkeit es auch getan, nur natürlich nicht mir persönlich, dass es egoistisch den Kindern gegenüber sei. Aha!

Kinder haben ein Recht auf glückliche Eltern! Und ich war mit meinem Leben schon lange nicht mehr zufrieden und natürlich spürten das auch die Kinder. Ist das Fair?

 „Schön dich endlich wieder glücklich zu sehen, Mama!“, waren Worte meiner beiden Kinder, wenige Zeit später, nach dem Umzug.

Heute wohne ich seit 2 Jahren in dörflicher Gegend bei Cottbus. Mein Sohn hat die Schule hier abgeschlossen und seit September (“s“)eine Ausbildung begonnen. Meine Tochter ist regelmäßig mit ihren Freundinnen unterwegs und spielt seit gut einem Jahr in Cottbus Handball. Und, ich selbst widme mich mittlerweile mit meinem Mann, unserer gegründeten Firma „DIE KARRIEREHELFER“, in Vollzeit und genieße die Vorzüge in der Selbstständigkeit.

Entscheidungen bringen Veränderungen, Veränderungen bringen Neues!

 

Warum ist es wichtig Entscheidungen zu treffen und warum ist es egal, wie Du Dich entscheidest? „Wer nicht entscheidet, wird entschieden!“

Gar keine Entscheidung zu treffen, ist weit aus schädlicher für Deinen persönlichen Erfolg, als eine Entscheidung zu treffen, die Du später vielleicht korrigierst oder verbesserst, wenn diese nicht zum gewünschten Ergebnis führt.

Unser Lebensweg ist mit Entscheidungen gepflastert. Wir treffen ca. 20.000 Entscheidungen am Tag, viele davon blitzschnell aus dem Bauch heraus und unbewusst. Die Macht der Intuition!

Bewusste Entscheidungen übernimmt meist der Verstand. Für bewusste Entscheidungen bedarf es an Mut und Stärke.

Wenn Du denkst, Du kannst nicht mehr – dann sind erst 50% Deiner Kräfte verbraucht!!!

Darf ich mich kurz vorstellen?

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